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Die beste MES-Software: So wählen Sie das richtige System für Ihr Werk

19. August 2026

Die beste MES-Software unterscheiden sich erheblich, und diese Unterschiede lassen sich nicht einfach in einer Funktionsliste zusammenfassen. Wenn Sie für die Produktion verantwortlich sind und eine Lösung für Ihr Werk suchen, sollten Sie vor allem darauf achten, wie Daten erfasst werden, wie sich das System mit ERP und Maschinen integrieren lässt, welche Traceability-Funktionen es bietet, wie gut es sich weiterentwickeln lässt und wie viel Aufwand nach der Implementierung erforderlich ist.

Deshalb haben wir einen Vergleich zusammengestellt, der Ihnen dabei helfen kann, eine fundierte Entscheidung zu treffen und ein System auszuwählen, das nicht zwangsläufig mit möglichst vielen Funktionen ausgestattet ist, sondern genau die Funktionen bietet, die Sie tatsächlich benötigen.

Die bekanntesten MES-Systeme, die Sie kennen sollten

Auf dem Markt finden Sie sowohl umfangreiche internationale Plattformen als auch Lösungen von polnischen Anbietern. Zu den Manufacturing Execution Systemen, die Sie bei Ihrer Recherche berücksichtigen sollten, gehören unter anderem unser explitia Produktionsportal, Siemens Opcenter Execution, AVEVA Manufacturing Execution System, DELMIA Apriso, FactoryTalk ProductionCentre, Comarch MES, XPRIMER.MES und IPOsystem.

Diese Liste ist keine Rangliste nach Marktanteilen. Es gibt keine öffentlich zugängliche, verlässliche Übersicht über die Anzahl aller MES-Implementierungen in Polen. Daher wäre es nicht seriös, den einzelnen Systemen Plätze von eins bis zehn zuzuweisen.

Der Marktanteil ist ohnehin nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend ist, wie gut das System zu Ihren Prozessen, Ihrer Infrastruktur und der Arbeitsweise Ihres Werks passt. Der Standard ISA-95 beschreibt den Informationsaustausch zwischen Geschäftssystemen und dem Bereich des Manufacturing Operations Management. In einem Produktionsbetrieb betrifft dies unter anderem den Datenfluss zwischen ERP, MES, Automatisierung, Qualitätssystemen und Bedienerarbeitsplätzen.

Die beste MES-Software – Screenshot aus dem explitia Produktionsportal

Wie Sie MES-Systeme vergleichen, ohne bei einer reinen Funktionsliste zu landen

Eine typische Anbieterpräsentation zeigt ein Dashboard, OEE, eine Bedieneroberfläche und verschiedene Berichte. Eine solche Demonstration sagt jedoch nur wenig darüber aus, wie sich das System unter den tatsächlichen Bedingungen Ihres Produktionsprozesses verhält.

Bevor Sie Gespräche mit Anbietern beginnen, sollten Sie einen konkreten Anwendungsfall aus Ihrem eigenen Werk auswählen und beschreiben. Dieser kann beispielsweise einen aus dem ERP übertragenen Produktionsauftrag, die Entnahme von Material aus einer bestimmten Charge, die Durchführung eines Arbeitsgangs an einer Maschine, die Erfassung von Prozessparametern, eine Qualitätsprüfung und die Bearbeitung einer Nacharbeit umfassen.

Jedes System sollte Ihnen zeigen können, woher es weiß, welches Material in ein Produkt eingeflossen ist, wer den Arbeitsgang durchgeführt hat, an welcher Maschine er ausgeführt wurde, welche Parameter erfasst wurden, wie die Qualitätsprüfung ausgefallen ist und was nach der Feststellung einer Abweichung passiert ist.

Ein solcher Test verrät Ihnen deutlich mehr über ein System als eine vorab vorbereitete Demo.

MES Fit Score: 7 Kriterien, die Sie prüfen sollten

Statt eine Rangliste der besten Manufacturing Execution Systeme zu erstellen, ist es sinnvoller, ihre tatsächliche Eignung für Ihr Werk zu bewerten. Dafür können Sie eine einfache Methode wie den MES Fit Score verwenden.

Kriterium Was sollten Sie prüfen?
Produktionsprozess Kann das MES den tatsächlichen Ablauf eines Produktionsauftrags einschließlich Nacharbeit, Ausschuss, Stillständen und Ausnahmen abbilden?
Datenerfassung Welche Informationen erfasst das System automatisch und welche muss ein Bediener manuell eingeben?
IT-/OT-Integration Wie lässt es sich mit ERP, SPS, SCADA, WMS, APS oder CMMS verbinden?
Traceability und Qualität Lässt sich die Historie einer Charge oder Seriennummer vollständig nachvollziehen?
Flexibilität Wie einfach lassen sich Prozesse, Formulare, Oberflächen oder Regeln ändern?
Wartung und Administration Wer wird das System nach der Implementierung administrieren und Änderungen vornehmen?
Skalierbarkeit Können Sie mit einer Produktionslinie oder einem Prozess beginnen und den Umfang später erweitern?

Sie können jedes Kriterium auf einer Skala von 0 bis 3 bewerten. Die Gesamtpunktzahl allein sollte jedoch nicht über die Auswahl entscheiden. Wenn ein System eine kritische Anforderung nicht erfüllt, können hohe Bewertungen in anderen Bereichen dieses Problem nicht ausgleichen.

Welche MES-Systeme sollten Sie in Betracht ziehen?

explitia Produktionsportal

Das explitia Produktionsportal umfasst Funktionen für die Produktionsausführung, Datenerfassung und -visualisierung, digitale Arbeitsanweisungen für Bediener, Traceability, SPC sowie die Integration mit bestehenden IT-Systemen und der Automatisierung. Die Lösung kann schrittweise entsprechend den Anforderungen Ihres Werks erweitert werden.

Durch seinen modularen Aufbau und die Möglichkeit, den Funktionsumfang an den jeweiligen Bedarf anzupassen, eignet sich dieses MES insbesondere dann, wenn Sie eine schrittweise Weiterentwicklung planen, Ihre Anforderungen künftig wachsen oder Sie ein System benötigen, das sich flexibel an veränderte Produktionsbedingungen anpassen lässt.

Siemens Opcenter Execution

Siemens Opcenter umfasst Lösungen für unterschiedliche Produktionsarten. Opcenter Execution Discrete wurde unter anderem für die diskrete Fertigung und komplexe Montageprozesse entwickelt, während Opcenter Execution Process auf die Prozessindustrie ausgerichtet ist.

Diese Lösung sollten Sie insbesondere dann prüfen, wenn Sie umfangreiche Anforderungen haben und in einer größeren industriellen Umgebung arbeiten. Bei der Bewertung sollten Sie allerdings nicht nur die Marke Opcenter betrachten, sondern das konkrete Produkt und den tatsächlich angebotenen Funktionsumfang.

AVEVA Manufacturing Execution System

AVEVA MES unterstützt unter anderem die Produktionsausführung, Materialverfolgung, Produktgenealogie, Qualitätskontrolle und Kennzahlen wie OEE. Der Hersteller beschreibt außerdem Möglichkeiten für eine schrittweise Implementierung sowie für die Standardisierung von Prozessen über mehrere Werke hinweg.

Das System ist besonders interessant, wenn die Integration mit der Automatisierung, die Kontrolle der Produktionsausführung und der Einsatz in einer Multi-Site-Umgebung für Ihr Unternehmen wichtig sind.

MPDV HYDRA X MES

MPDV HYDRA X ist ein MES-System für die Erfassung und Analyse von Produktionsdaten, Maschinenüberwachung, OEE, Qualitätsmanagement, Traceability sowie die Integration mit ERP und Automatisierung. Informationen zur Auftragsausführung, Leistung und zum Prozessverlauf können dabei in einer gemeinsamen Umgebung zusammengeführt werden.

Das System sollten Sie berücksichtigen, wenn Ihnen die automatische Datenerfassung aus der Produktion, die Reduzierung manueller Meldungen und ein schrittweiser Ausbau des MES besonders wichtig sind. Prüfen Sie während einer Demo vor allem die Integration mit Ihren vorhandenen Maschinen und ERP-Systemen sowie die Frage, wie das System einen realen Produktionsablauf aus Ihrem Werk abbildet.

DELMIA Apriso

DELMIA Apriso von Dassault Systèmes ist eine MOM-Plattform, die unter anderem Produktionsausführung, Traceability und die Synchronisierung betrieblicher Abläufe unterstützt. Der Hersteller positioniert die Lösung auch für Projekte mit mehreren Produktionsstandorten.

Das System ist insbesondere bei komplexeren Anforderungen und geplanten Standardisierungsprojekten über mehrere Werke hinweg interessant. Gleichzeitig sollten Sie klar zwischen Funktionen unterscheiden, die Sie heute tatsächlich benötigen, und Funktionen, die lediglich den Projektumfang vergrößern würden.

FactoryTalk ProductionCentre

FactoryTalk ProductionCentre von Rockwell Automation ist eine MES-Plattform, die unter anderem Produktion, Qualität und Compliance unterstützt. Zur FactoryTalk-Produktfamilie gehören außerdem branchenspezifische Lösungen, beispielsweise für die Pharmaindustrie und Konsumgüterproduktion.

Das System sollten Sie besonders dann prüfen, wenn Ihr Werk bereits Technologien von Rockwell einsetzt. In einer heterogenen Automatisierungslandschaft muss zusätzlich untersucht werden, wie gut die Kommunikation mit Geräten anderer Hersteller funktioniert.

Comarch MES

Comarch MES ermöglicht unter anderem die Erfassung von Produktionsaktivitäten, Bearbeitungszeiten, Materialien, Stillständen und ausgewählten Qualitätsdaten. Die Lösung ist eng mit dem ERP-Ökosystem von Comarch verbunden.

Damit ist sie ein naheliegender Kandidat für Unternehmen, die bereits Lösungen von Comarch einsetzen. Vor der Entscheidung sollten Sie jedoch prüfen, ob der Standardumfang für Ihre Anforderungen an Automatisierungsintegration und Produktionsprozesse ausreicht.

XPRIMER.MES

XPRIMER.MES von eq system erfasst Daten über die Ausführung von Prozessen, die Nutzung von Ressourcen und den Fortschritt von Produktionsaufträgen. Zum Portfolio des Anbieters gehören außerdem Lösungen in den Bereichen IoT, Traceability und CMMS.

Das System ist besonders interessant, wenn Sie mehrere Bereiche des Produktionsmanagements miteinander verbinden möchten. Wichtig ist dabei die Klärung, welche Daten automatisch in das MES übertragen werden und welche Informationen weiterhin manuell erfasst werden müssen.

MES-Systeme im direkten Vergleich

MES-System Wichtigster Einsatzbereich
explitia Produktionsportal Modulare Implementierung, Integration mit Automatisierung und ERP, Traceability, SPC und schrittweiser Ausbau
Siemens Opcenter Execution Komplexe Industrieumgebungen, diskrete Fertigung und Prozessfertigung
AVEVA Manufacturing Execution System Produktionsausführung, Produktgenealogie, Qualität und Standardisierung über mehrere Werke
DELMIA Apriso Komplexe MOM-Prozesse, Traceability und standortübergreifendes Operations Management
FactoryTalk ProductionCentre MES für Produktion, Qualität und Compliance, insbesondere in Rockwell-Automation-Umgebungen
Comarch MES Produktionsdatenerfassung und Integration mit dem Comarch-ERP-Ökosystem
XPRIMER.MES Überwachung von Prozessen, Ressourcen und Auftragsfortschritt sowie Verbindung mit IoT und CMMS

Wie wählen Sie die richtige MES-Software für Ihr Unternehmen aus?

Bevor Sie Angebote anfordern, sollten Sie drei bis fünf Probleme aufschreiben, die das System lösen soll. Dazu können fehlende Echtzeitinformationen über den Status von Produktionsaufträgen, manuelle Berichterstattung, Probleme mit der Rückverfolgbarkeit, verzögerte Datenübertragung an das ERP oder der zeitaufwendige Abgleich mehrerer Berichte gehören.

Anschließend sollten Sie jedes Problem in eine überprüfbare Anforderung übersetzen. Statt allgemein zu formulieren „Wir brauchen eine bessere Traceability“, definieren Sie genau, was damit gemeint ist. Zum Beispiel: Nach Eingabe einer Seriennummer muss ein Benutzer die eingesetzten Materialien, ausgeführten Arbeitsgänge, Prüfergebnisse und Prozessparameter sehen können, ohne mehrere Berichte manuell zusammenzuführen.

Dieser Ansatz ist besonders hilfreich, wenn Sie herausfinden möchten, wie Sie MES-Software auswählen, die tatsächlich zu Ihrer Produktion passt.

MES für kleine Unternehmen: Entscheidend ist der Umfang der ersten Implementierung

Ein kleinerer Produktionsbetrieb kann mit denselben Problemen bei Daten, Qualität oder Rückverfolgbarkeit konfrontiert sein wie eine große Fabrik. Gleichzeitig verfügt er meist über ein kleineres Projektteam, ein anderes Budget und weniger Ressourcen für die spätere Betreuung des Systems.

Deshalb sollten Sie bei der Auswahl eines MES für ein kleines Unternehmen den minimalen Implementierungsumfang, das Lizenzmodell, die Infrastrukturvoraussetzungen, den Integrationsaufwand und die Möglichkeiten für spätere Änderungen prüfen.

Ein kleines Unternehmen benötigt eine Lösung, die sowohl zur Größenordnung des Problems als auch zu den vorhandenen Ressourcen für den Betrieb des Systems passt. Wenn das erste Ziel beispielsweise darin besteht, Daten von einer Produktionslinie automatisch zu erfassen und zuverlässige Informationen über Stillstandszeiten zu erhalten, ist es sinnvoll, zunächst genau mit diesem Bereich zu beginnen.

Die Integration von MES mit ERP und Maschinen sollte Teil des Auswahlprozesses sein

Legen Sie fest, welche Daten ausgetauscht werden, welches System jeweils die führende Datenquelle ist, wie häufig die Kommunikation erfolgt und was passiert, wenn die Verbindung unterbrochen wird.

Bereiten Sie vor der Systemauswahl eine einfache Übersicht der wichtigsten Daten vor: Produktionsaufträge, Arbeitspläne, Maschinenzustände, produzierte Stückzahlen, Ausschuss, Materialien, Prüfergebnisse und Prozessparameter. Definieren Sie für jeden Datentyp Quelle, Empfänger, Austauschfrequenz und den Umgang mit Fehlern.

Auf dieser Grundlage können Sie den tatsächlichen Umfang der Integration des MES mit ERP und Automatisierung wesentlich realistischer bewerten.

Stellen Sie jedem MES-Anbieter diese Fragen

  1. Welche Daten kann das System automatisch aus unseren Maschinen und anderen Systemen übernehmen?
  2. Welche Informationen müssen unsere Bediener weiterhin manuell eingeben?
  3. Was passiert bei einem Verbindungsabbruch zum ERP oder zu einer Maschine?
  4. Kann die vollständige Historie einer Charge oder Seriennummer rekonstruiert werden?
  5. Wie unterstützt das System Nacharbeit und erneute Qualitätsprüfungen?
  6. Welche Änderungen kann ein Administrator auf Kundenseite selbst durchführen?
  7. Wie lässt sich die Implementierung später auf eine weitere Produktionslinie oder ein anderes Werk erweitern?
  8. Welche Bestandteile des Angebots gehören zum Standardprodukt und welche werden speziell für unser Unternehmen entwickelt?

Wenn mehrere Anbieter dieselben Fragen beantworten, lassen sich ihre Angebote wesentlich einfacher miteinander vergleichen.

Möchten Sie genau wissen, welches MES-System Ihre Anforderungen am besten erfüllt? Nutzen Sie unseren kostenlosen Workshop.

Wer sollte an der Auswahl eines MES beteiligt sein?

Der Produktionsleiter kann das Projekt aus geschäftlicher Sicht führen, die Entscheidung sollte jedoch auch die Perspektiven von IT, Automatisierung, Qualität sowie Planung und Logistik berücksichtigen.

Die Produktion beschreibt die tatsächlichen Arbeitsabläufe, die IT bewertet Architektur und Wartung, Automatisierungsspezialisten identifizieren verfügbare Datenquellen und das Qualitätsmanagement definiert Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Prüfprozesse. Fehlt eine dieser Perspektiven, werden die daraus entstehenden Lücken häufig erst während der Implementierung sichtbar und können dann zu erheblichen Problemen führen.

Wie wählen Sie aus mehreren Angeboten das beste MES-System aus?

Schließen Sie zunächst alle Lösungen aus, die Ihre kritischen Anforderungen nicht erfüllen. Anschließend können Sie den MES Fit Score anwenden und Produktionsprozesse, Datenerfassung, Integrationen, Traceability, Flexibilität, Wartung und Skalierbarkeit miteinander vergleichen.

Berechnen Sie danach die Gesamtkosten: Lizenzen oder Abonnements, Integrationen, Konfiguration, Infrastruktur, Schulungen, Inbetriebnahme, Support und spätere Änderungen. Wenn Sie die Kosten einer bestimmten Position noch nicht kennen, sollten Sie diese als unbekannt kennzeichnen, anstatt davon auszugehen, dass sie null betragen.

Bei größeren Projekten kann sich ein Pilotprojekt oder Proof of Concept für einen einzelnen Prozess lohnen. Wenn Traceability Ihr wichtigstes Ziel ist, testen Sie beispielsweise, ob sich die vollständige Historie einer ausgewählten Seriennummer rekonstruieren lässt. Wenn die ERP-Integration Priorität hat, testen Sie den vollständigen Lebenszyklus eines Produktionsauftrags einschließlich eines Kommunikationsfehlers.

Auf diese Weise lassen sich auch die tatsächlichen Vorteile von Manufacturing Execution Systemen besser bewerten, statt sich ausschließlich auf die Funktionsversprechen in Anbieterpräsentationen zu verlassen.

Welche Grundregel sollten Sie vor der Auswahl eines MES beachten?

Wählen Sie ein System nicht aufgrund eines Herstellerrankings aus. Identifizieren Sie stattdessen zwei oder drei Lösungen, die alle kritischen Anforderungen erfüllen, und vergleichen Sie diese anhand desselben realen Prozesses aus Ihrem eigenen Werk.

Die beste MES-Software verfügt möglicherweise über einen umfangreichen Funktionskatalog. Ob eine Lösung für Ihr Unternehmen wirklich sinnvoll ist, zeigt sich jedoch erst daran, wie gut sie mit Ihren Produktionsprozessen, Daten, Automatisierungssystemen und der Arbeitsweise Ihrer Organisation übereinstimmt.

Wenn Sie Ihre Anforderungen noch nicht dokumentiert haben, ist ein MES-Pre-Implementation-Audit ein sinnvoller erster Schritt. Dabei können Prozesse, Daten und Integrationen strukturiert erfasst werden. Auf dieser Basis lässt sich leichter eine Shortlist erstellen und mit Anbietern über einen konkreten Projektumfang sprechen, anstatt lediglich allgemeine Produktpräsentationen zu vergleichen.

Letztlich ist diese Passgenauigkeit wesentlich wichtiger als der Versuch, eine universelle Rangliste der besten Manufacturing Execution Systeme für jedes Produktionsunternehmen zu erstellen.

Die beste MES-Software – welche Grundregel sollten Sie bei der Auswahl beachten?

FAQ

Wie viel kostet ein MES-System?

Es gibt keinen einheitlichen Preis, der für jedes Werk aussagekräftig wäre. Die Kosten hängen unter anderem vom Lizenzmodell, Funktionsumfang, der Anzahl der Arbeitsplätze oder Benutzer, der Infrastruktur, den Integrationen, Anpassungen und dem Support ab. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtkosten für Implementierung und laufenden Betrieb.

Kann ein MES mit einem ERP-System zusammenarbeiten?

Ja. Der Informationsaustausch zwischen Manufacturing Operations und Geschäftssystemen ist einer der Bereiche, die in ISA-95 beschrieben werden. Der konkrete Integrationsumfang hängt jedoch von den eingesetzten Systemen und den Prozessen des jeweiligen Unternehmens ab.

Sind MES und SCADA dasselbe?

Nein. SCADA konzentriert sich in erster Linie auf die Überwachung und Steuerung technologischer beziehungsweise industrieller Prozesse. Ein MES verbindet dagegen die Produktionsausführung mit dem Kontext des Produktionsauftrags, des Produkts, der eingesetzten Materialien und der Qualität.

Benötigt ein kleines Produktionsunternehmen ein MES?

Die Unternehmensgröße allein entscheidet nicht darüber, ob ein MES sinnvoll ist. Entscheidend sind die Probleme, die das System lösen soll, die Anforderungen an Produktionsdaten und die Ressourcen, die für den späteren Betrieb und die Wartung der Lösung zur Verfügung stehen.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin und lassen Sie sich bei der Auswahl des richtigen MES-Systems unterstützen.

Erfahren Sie in den Artikeln auf dem explitia Blog mehr über weitere Systeme und Lösungen, die Ihre Produktion effizienter machen können.

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