Während der Hannover Messe 2026 zeigte explitia, wie Daten aus dem Produktionsprozess Teil der digitalen Produkthistorie werden können. Die Präsentation stand im Zusammenhang mit dem Projekt Manufacturing-X und dem Digital Battery Passport, also dem digitalen Batteriepass.
Aus den Gesprächen auf der Hannover Messe 2026 ergibt sich ein klarer Schluss: Hersteller fragen nicht mehr, ob sie Daten brauchen werden. Sie fragen, wie sie diese strukturieren, kontrollieren und sicher nutzen können.
Was auf der Hannover Messe 2026 zu sehen war
Auf der Messe waren AI, Automatisierung und Robotik stark vertreten. Aussteller zeigten Anwendungen für Datenanalyse, Prognosen und Entscheidungsunterstützung.
In Gesprächen mit Herstellern kamen immer wieder konkrete Herausforderungen zur Sprache:
- Daten sind vorhanden, liegen aber in mehreren Systemen und lassen sich schwer verbinden,
- ein Teil der Informationen landet weiterhin in Tabellen oder Dokumenten außerhalb der Kernsysteme,
- das Produkt ist nicht immer mit seiner Entstehungsgeschichte verknüpft,
- die Vorbereitung von Daten für Audits oder Kundenanfragen nimmt zu viel Zeit in Anspruch,
- die Verantwortung für Daten ist auf mehrere Abteilungen verteilt.
Die Gespräche auf der Hannover Messe 2026 zeigten, dass hinter dem Interesse an AI, Automatisierung und Digitalisierung ein sehr konkreter Bedarf steht: Daten im Produktionsprozess zu ordnen.
Produktionsdaten als Teil des Produkts
Die Hannover Messe 2026 bestätigte eine Entwicklung, die explitia seit mehreren Jahren bei Herstellern beobachtet. Daten aus Maschinen, Systemen und der Qualitätskontrolle werden zu Informationen über das Produkt: über seine Herkunft, Parameter, Historie und den weiteren Lebenszyklus.
Auf der Messe wurde dies am Beispiel der Batteriebranche gezeigt. Der Digital Battery Passport setzt voraus, dass Daten über eine Batterie, ihre Komponenten, Produktion, Nutzung, Wartung und Wiederverwertung gesammelt und miteinander verknüpft werden.
Ein Hersteller muss wissen:
- woraus das Produkt entstanden ist,
- aus welchen Chargen die Komponenten stammen,
- welche Prozessparameter erfasst wurden,
- was in den einzelnen Produktionsschritten passiert ist.
Der DBP-Demonstrator auf der Hannover Messe 2026
Auf der Hannover Messe 2026 präsentierte explitia als Teil des internationalen Projekts Manufacturing-X einen Demonstrator für den Digital Battery Passport, der einen Ausschnitt aus dem Batterieproduktionsprozess zeigte.
Es handelte sich nicht um eine Folienpräsentation oder ein theoretisches Modell. Die Demonstration zeigte den Schritt vom Bauteil zum fertigen Produkt und die parallele Entstehung der dazugehörigen Daten.
Während der Demonstration konnten Besucher sehen:
- wie Komponenten und Chargen identifiziert werden,
- wie Prozessdaten dem Produkt zugeordnet werden,
- wie eine konsistente Produktionshistorie entsteht,
- wie diese Informationen später im Batteriepass genutzt werden können.
Die wichtigste Erkenntnis aus dem Demonstrator ist klar: Der Digital Battery Passport beginnt nicht im Berichtssystem. Er beginnt an der Maschine, am Bedienerarbeitsplatz und in der Qualitätskontrolle.
Wenn Daten an dieser Stelle nicht strukturiert erfasst werden, bedeutet die spätere Erstellung des Passes manuelles Zusammenführen von Informationen aus vielen Quellen.
Manufacturing-X und Kontrolle über Daten
Der Demonstrator zeigte auch die kooperative Seite von Manufacturing-X. Daten können für den Austausch mit Partnern vorbereitet werden, während der Hersteller die Kontrolle darüber behält, was mit wem geteilt wird.
Das ist wichtig, denn viele Unternehmen stellen sich dieselbe Frage: Wie können wir Daten teilen, ohne die Kontrolle über unser Unternehmen und unser Know-how zu verlieren?
Die Richtung ist klar:
- nicht alle Daten sind für alle bestimmt,
- Zugriffe müssen an einen konkreten Bedarf gebunden sein,
- die Datenquelle muss eindeutig sein,
- der Hersteller muss wissen, was er teilt und warum.
AI auf der Hannover Messe 2026: der Bedarf an verlässlichen Daten
Auf der Hannover Messe 2026 war AI nahezu überall sichtbar. Viele Gespräche führten jedoch zu einem grundlegenden Thema zurück: Datenqualität und Datenverfügbarkeit.
Wenn Daten zu Prozess, Qualität oder Chargen unvollständig oder verstreut sind, lassen sich Analyse und Prognosen nur schwer darauf aufbauen.
Deshalb ist der erste Schritt nicht die Auswahl eines Tools. Zuerst müssen grundlegende Fragen beantwortet werden:
- woher die Daten kommen,
- wo sie gespeichert werden,
- wer dafür verantwortlich ist,
- ob sie mit einem konkreten Produkt verknüpft werden können.
Was die Hannover Messe 2026 für Hersteller bedeutet
Die Erkenntnisse aus der Messe sind besonders wichtig für Personen, die für Produktion, Qualität, IT/OT und regulatorische Anforderungen verantwortlich sind.
Unternehmen, die Daten schon heute mit Prozess und Produkt verbinden können, sind besser vorbereitet auf:
- Kundenanforderungen an Transparenz,
- Vorschriften zu Rückverfolgbarkeit und Umweltberichterstattung,
- Zusammenarbeit in Lieferketten,
- Projekte rund um den Digital Product Passport.
Unternehmen, die weiterhin mit verstreuten Daten arbeiten, werden unter Zeitdruck und Markterwartungen aufholen müssen.

Die Rolle von explitia auf der Hannover Messe 2026
Unsere Aufgabe ist es, Hersteller dabei zu unterstützen, Daten aus Maschinen, Menschen und Systemen zu ordnen und eine Umgebung aufzubauen, die ein besseres Verständnis des Produktionsprozesses ermöglicht.
Das ist die Grundlage für Projekte rund um:
- Digital Product Passport,
- Digital Battery Passport,
- Manufacturing-X,
- Qualitätsanalyse und operative Entscheidungen.
Die Teilnahme an der Hannover Messe 2026 machte die Richtung für moderne Produktion sichtbar: Produktion und Datenebene so zu verbinden, dass sie den Anforderungen von Fertigungsbetrieben entspricht.
Für Unternehmen, die sich auf Anforderungen rund um den digitalen Produktpass, Rückverfolgbarkeit oder sicheren Datenaustausch vorbereiten, ist ein einzelner Prozess ein guter Ausgangspunkt. Wir helfen dabei zu prüfen, welche Daten bereits verfügbar sind, was fehlt und wie daraus eine Lösung entsteht, die die Produktion unterstützt.