Die beliebtesten SCADA-Systeme in der Produktion ermöglichen die Überwachung und Steuerung industrieller Prozesse, die Visualisierung von Maschinendaten, das Alarmmanagement sowie die Verbindung zwischen Automatisierung und IT. Die einzelnen Plattformen unterscheiden sich jedoch deutlich stärker, als es eine reine Funktionsliste vermuten lässt.
AVEVA System Platform, Siemens SIMATIC WinCC, ICONICS, COPA-DATA zenon, GE iFIX, FactoryTalk View SE und Ignition können ähnliche grundlegende Aufgaben übernehmen, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Architektur, Lizenzierung, Skalierbarkeit, Integrationsmöglichkeiten und Wartungsaufwand.
Dieser Artikel ist deshalb kein Ranking vom besten bis zum schlechtesten System. Stattdessen vergleichen wir verbreitete SCADA-Plattformen und zeigen, für welche Produktionsumgebungen sie sich besonders eignen.
Welche SCADA-Systeme sollte man in der Produktion vergleichen?
Es gibt keine allgemein verfügbare, zuverlässige Statistik, die sämtliche Installationen aller industriellen SCADA-Systeme miteinander vergleicht. Der Begriff beliebteste SCADA-Systeme sollte daher als Orientierung und nicht als exaktes Marktanteilsranking verstanden werden.
Bei der Auswahl sind vor allem folgende Punkte relevant:
- Kompatibilität mit vorhandenen SPSen und Automatisierungskomponenten,
- Verfügbarkeit von Systemintegratoren und Fachwissen,
- Lizenzmodell und Total Cost of Ownership,
- Skalierbarkeit von einer Maschine bis zu mehreren Standorten,
- Integration mit MES, ERP, Historian und Analysesystemen,
- OT-Cybersicherheit,
- Produktlebenszyklus und langfristiger Herstellersupport.
Eine weit verbreitete Plattform bietet häufig ein größeres Ökosystem aus Integratoren, Schulungen, Dokumentation und wiederverwendbaren Komponenten. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie für jeden Produktionsbetrieb die beste Lösung ist.
Ein modernes industrielles SCADA System verbindet Automatisierung, Datenanalyse und Monitoring in einer einheitlichen Umgebung.
Funktionsweise von SCADA und typische Softwarearchitektur
SCADA steht für Supervisory Control and Data Acquisition und beschreibt ein System zur Überwachung und Visualisierung technologischer Prozesse. SCADA Software sammelt Daten aus PLC-Steuerungen und anderen Geräten, analysiert diese und stellt sie in Echtzeit dar.
Wie sollte man SCADA-Software vergleichen?
Vergleichen Sie nicht zuerst die Anzahl der Funktionen, sondern den konkreten Anwendungsfall.
Eine einzelne Produktionslinie stellt andere Anforderungen als ein Werk mit Dutzenden SPSen oder ein Unternehmen, das mehrere Standorte zentral überwachen möchte.
Vor der Produktauswahl sollten insbesondere folgende Fragen beantwortet werden:
- Welche SPSen, Geräte und Protokolle müssen unterstützt werden?
- Wie viele Tags, Bedienplätze und Clients werden benötigt?
- Ist Redundanz oder Hochverfügbarkeit erforderlich?
- Soll das System später auf weitere Linien oder Standorte erweitert werden?
- Müssen Daten mit MES, ERP, BI oder Cloud-Systemen ausgetauscht werden?
- Wie verändert sich die Lizenzierung bei einer Erweiterung?
- Wie lange wird die jeweilige Produktversion unterstützt?
- Kann das eigene Engineering-Team das System selbst warten?
Mit diesen Fragen lässt sich die Zahl der möglichen Plattformen häufig bereits deutlich reduzieren.

Wie funktioniert SCADA und wie sieht eine typische Architektur aus?
SCADA steht für Supervisory Control and Data Acquisition. Das System bildet die übergeordnete Ebene zur Erfassung von Daten aus SPSen, RTUs, Messgeräten und anderen industriellen Komponenten. Gleichzeitig stellt es Informationen für Bediener bereit und speichert Alarme, Ereignisse und historische Prozessdaten.
Eine typische Architektur kann umfassen:
- SPSen und Feldgeräte,
- Kommunikations- oder OPC-Server,
- SCADA-Applikationsserver,
- HMI-Bedienoberflächen,
- Alarmmanagement,
- Historian oder Prozessdatenbanken,
- Web- und Mobile-Clients,
- Schnittstellen zu MES, ERP, CMMS, LIMS oder BI.
Bei kleinen Anwendungen können mehrere Funktionen auf einem Rechner ausgeführt werden. In großen Produktionsumgebungen werden dagegen häufig verteilte und redundante Serverarchitekturen eingesetzt.
Beim Vergleich von Plattformen sollten deshalb nicht nur die HMI-Oberflächen bewertet werden, sondern auch Kommunikation, Skalierbarkeit, Benutzerverwaltung, Historisierung, Redundanz und Lifecycle-Management.
Starten Sie die Optimierung Ihrer Anlage mit den beliebtesten SCADA Systemen
Ein modernes SCADA System kann ein entscheidender Schritt zur Optimierung Ihrer Produktion sein. Die Auswahl der passenden SCADA Software ist jedoch komplex. Kontaktieren Sie die Experten von explitia – wir unterstützen Sie bei der Wahl der optimalen Lösung.
SCADA-Systeme vergleichen: 7 wichtige Auswahlkriterien
1. Kommunikation mit der Automatisierung
Prüfen Sie, welche SPSen, Geräte und Protokolle bereits im Werk verwendet werden. OPC UA, Modbus TCP, MQTT und herstellerspezifische Treiber können die Integration erleichtern.
2. Skalierbarkeit
Eine Plattform für eine einzelne Maschine ist nicht automatisch die beste Grundlage für ein Multi-Site-System. Berücksichtigen Sie Redundanz, zentrale Administration und die spätere Erweiterung.
3. Lizenzierung und Total Cost of Ownership
Neben der ersten Lizenz müssen zusätzliche Tags, Clients, Server, Redundanz, Historian, Support, Updates und zukünftige Engineering-Aufwände berücksichtigt werden.
4. OT-Cybersicherheit
Wichtig sind rollenbasierte Zugriffe, Authentifizierung, verschlüsselte Kommunikation, Update-Prozesse und die Sicherheitsstrategie des Herstellers.
5. Alarmmanagement und historische Daten
Große Anwendungen benötigen mehr als eine einfache Alarmanzeige. Priorisierung, Quittierung, Historie, Alarmanalyse und die Verknüpfung mit Prozessdaten sind ebenfalls wichtig.
6. MES-, ERP- und Analytics-Integration
Wenn SCADA-Daten für OEE, Traceability, Produktionsberichte oder Qualitätsmanagement verwendet werden sollen, sollte die Integration ein zentrales Auswahlkriterium sein.
7. Know-how und Wartbarkeit
Auch eine leistungsfähige Plattform kann teuer werden, wenn jede Änderung extern durchgeführt werden muss. Prüfen Sie interne Kompetenzen, Schulungen, Dokumentation und die Verfügbarkeit von Integratoren.
Checkliste für die SCADA-Auswahl
| Bereich | Kontrollfrage |
|---|---|
| Automatisierung | Unterstützt die Plattform unsere vorhandenen SPSen und Geräte? |
| Skalierung | Wie viele Tags, Clients und Linien werden in 3–5 Jahren benötigt? |
| Verfügbarkeit | Benötigen wir Redundanz und 24/7-Betrieb? |
| Integration | Müssen Daten an MES, ERP, Historian oder BI übertragen werden? |
| Lizenzierung | Wie verändern sich die Kosten bei einer Erweiterung? |
| Cybersecurity | Wie werden Updates, Benutzerrollen und sichere Kommunikation umgesetzt? |
| Wartung | Kann unser Team das System selbst weiterentwickeln? |
Beliebte SCADA-Systeme im Vergleich
Die folgende Übersicht ist kein Ranking. Jede Plattform besitzt andere Stärken und kann abhängig von vorhandener Automatisierung, Branche und Zielarchitektur die bessere Wahl sein.
AVEVA System Platform
AVEVA System Platform
AVEVA System Platform richtet sich vor allem an größere Überwachungs- und Steuerungsumgebungen, in denen ein gemeinsames Objektmodell, standardisierte Anwendungen und zentrale Verwaltung wichtig sind.
Die Plattform ist insbesondere für große Werke, mehrere Produktionslinien und Architekturen interessant, in denen SCADA Teil einer umfassenderen Produktionsdatenlandschaft ist.
Besonders geeignet für: große und verteilte Systeme, standardisierte SCADA-Anwendungen und bestehende AVEVA-Umgebungen.
Zu beachten: Architekturkomplexität, erforderliches Engineering-Know-how und Lizenzumfang bei der geplanten Zielgröße.
Siemens SIMATIC WinCC / WinCC Unified
SIMATIC WinCC ist insbesondere in Produktionsbetrieben relevant, deren Automatisierung stark auf Siemens-SPSen und TIA Portal basiert.
Bei neuen Projekten sollte auch WinCC Unified berücksichtigt werden. Siemens entwickelt die Plattform als skalierbare HMI- und SCADA-Lösung von Bediengeräten bis zu PC-basierten Anwendungen.
Besonders geeignet für: Siemens-Automatisierungsumgebungen, neue Anlagen im TIA Portal und Unternehmen, die Automatisierung und Visualisierung standardisieren möchten.
Zu beachten: verwendete WinCC-Generation, Migrationsaufwand bestehender Projekte und Integration von Fremdsystemen.
ICONICS GENESIS64 und GENESIS
ICONICS GENESIS64 ist eine HMI/SCADA-Plattform für Visualisierung, OPC-UA-Kommunikation, Alarmmanagement, Historisierung und IT-Integration.
2025 stellte ICONICS mit GENESIS 11 eine neue Generation der Plattform vor. Bei neuen Projekten sollte deshalb neben der aktuellen Funktionalität auch die weitere Produktstrategie berücksichtigt werden.
Besonders geeignet für: Smart-Factory-Projekte, anspruchsvolle Visualisierung, Datenintegration und offene Kommunikationsstandards.
Zu beachten: Auswahl der passenden Produktgeneration und Verfügbarkeit von Engineering-Know-how.
COPA-DATA zenon
zenon ist eine industrielle Softwareplattform für Produktion und Energie. Sie kombiniert unter anderem SCADA-, HMI-, Kommunikations- und Datenmanagementfunktionen und bietet branchenspezifische Lösungen.
Besonders geeignet für: Energie, Pharmaindustrie, Prozessproduktion, Automotive und Umgebungen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Standardisierung.
Zu beachten: benötigte Module, Zielarchitektur und erforderliche Engineering-Kompetenzen.
GE Vernova Proficy iFIX
iFIX ist eine von GE Vernova entwickelte HMI/SCADA-Plattform für industrielle Überwachung und Prozesssteuerung. Sie ist insbesondere in der Prozessindustrie sowie in bestehenden GE- und Proficy-Umgebungen relevant.
Besonders geeignet für: Prozessindustrie, Infrastruktur, Modernisierung vorhandener iFIX-Anwendungen und Proficy-Umgebungen.
Zu beachten: Migrationsaufwand älterer Applikationen und Integration mit Historian- und Unternehmenssystemen.
Rockwell Automation FactoryTalk View SE
FactoryTalk View Site Edition bietet Visualisierung auf Supervisory-Ebene für verteilte und Multi-User-Anwendungen und passt besonders gut zu Produktionsumgebungen mit Rockwell-Automation-Technik.
Besonders geeignet für: ControlLogix- und FactoryTalk-Umgebungen sowie diskrete Produktion.
Zu beachten: Abhängigkeit vom Rockwell-Ökosystem und Anforderungen an die Integration von Komponenten anderer Hersteller.
Ignition by Inductive Automation
Ignition ist eine serverbasierte SCADA- und Industrieanwendungsplattform, die auf offenen Technologien basiert. Sie unterstützt unter anderem OPC UA, MQTT und SQL-Integration und verfolgt ein anderes Lizenzmodell als viele klassische tag- und clientbasierte Systeme.
Besonders geeignet für: heterogene Automatisierungslandschaften, IT/OT-Integration, Web-Anwendungen, Multi-Site-Architekturen und individuell entwickelte Industrieanwendungen.
Zu beachten: Verfügbarkeit von Software- und Integrationskompetenzen sowie Governance bei stark individualisierten Anwendungen.
AVEVA Edge – früher InduSoft Web Studio
InduSoft Web Studio wird heute unter dem Namen AVEVA Edge weiterentwickelt. Die Plattform ist unter anderem für maschinennahe HMI/SCADA-Anwendungen, OEM-Lösungen und Edge-Deployments vorgesehen.
Bei vorhandenen InduSoft-Web-Studio-Anwendungen sollte daher die Migration und Weiterentwicklung innerhalb von AVEVA Edge geprüft werden.

Wie wichtig ist der richtige SCADA-Systemintegrator?
Der Softwarehersteller ist nur ein Teil eines SCADA-Projekts. Die Verfügbarkeit von Engineering-Know-how beeinflusst Implementierungszeit, Wartungskosten und die Möglichkeit, das System auch mehrere Jahre nach der Inbetriebnahme weiterzuentwickeln.
Vor der Auswahl sollten Sie prüfen:
- Verfügbarkeit erfahrener oder zertifizierter Integratoren,
- internes Know-how,
- Dokumentation und Schulungsangebote,
- regionalen technischen Support,
- Verfügbarkeit von Spezialisten für spätere Modernisierungen.
Bei Unternehmen mit mehreren internationalen Standorten ist außerdem wichtig, ob ein einheitlicher Engineering-Standard überall unterstützt werden kann.
SCADA-Implementierung Schritt für Schritt
Ein SCADA-Projekt besteht aus deutlich mehr als der Gestaltung von HMI-Bildern.
Ein typischer Ablauf umfasst:
- Analyse von Prozess und vorhandener Automatisierung,
- Definition der Benutzeranforderungen und URS,
- Auswahl von Plattform und Architektur,
- Erstellung eines Tag- und Objektmodells,
- Gestaltung der Bedienoberflächen,
- Konfiguration von Kommunikation, Alarmen und Historisierung,
- Integration mit MES, ERP oder anderen Systemen,
- FAT,
- SAT und Inbetriebnahme,
- Schulung von Bedienern und Instandhaltung,
- Backup-, Update- und Lifecycle-Konzept.
Bei 24/7-Produktionsbetrieben muss insbesondere die Migration so geplant werden, dass ungeplante Stillstände vermieden werden.
Was kostet ein SCADA-System?
Ohne konkreten Projektumfang lässt sich kein sinnvoller Pauschalpreis nennen.
Die Kosten hängen unter anderem ab von:
- Softwarelizenzen und Modulen,
- Anzahl der Tags und Clients,
- Servern und Infrastruktur,
- Redundanz,
- HMI-Engineering,
- SPS- und Geräteintegration,
- Historian und Reporting,
- MES- oder ERP-Integration,
- Tests und Inbetriebnahme,
- Schulungen,
- Support und Updates.
Zwei Plattformen mit ähnlichen Einstiegskosten können deshalb über mehrere Jahre deutlich unterschiedliche Gesamtbetriebskosten verursachen.
Wann sollte ein bestehendes SCADA-System nicht ersetzt werden?
Eine Migration ist nicht automatisch sinnvoll. Wenn das vorhandene System stabil, unterstützt und sicher ist und weiterhin mit der IT/OT-Landschaft integriert werden kann, kann eine vollständige Ablösung mehr Risiko als Nutzen erzeugen.
Eine Modernisierung sollte insbesondere geprüft werden, wenn:
- der Herstellersupport endet,
- ein nicht mehr unterstütztes Betriebssystem benötigt wird,
- qualifizierte Fachkräfte schwer verfügbar sind,
- Erweiterungen technisch schwierig oder teuer werden,
- sichere Integrationen fehlen,
- Anforderungen an Verfügbarkeit nicht mehr erfüllt werden,
- veraltete HMI-Oberflächen die Reaktion von Bedienern erschweren.
Häufig ist eine schrittweise Migration sinnvoller als ein kompletter Austausch in einem einzigen Projekt.

SCADA-Trends 2026
Bei modernen SCADA-Projekten gewinnen offene Kommunikationsstandards, IT/OT-Integration, Web-Zugriff, zentrales Management und Cybersicherheit weiter an Bedeutung.
SCADA endet zunehmend nicht mehr am Bedienbildschirm. Daten werden an Historians, MES-Systeme, Analytics-Plattformen, Cloud-Dienste und individuell entwickelte Anwendungen weitergegeben.
Bei der Produktauswahl sollten deshalb auch folgende Punkte bewertet werden:
- Migrationspfade zwischen Produktgenerationen.
- Software-Lifecycle und Update-Strategie,
- Multi-Site-Skalierbarkeit,
- APIs und Datenzugriff,
- webbasierte Visualisierung,
- Cybersecurity-Funktionen,
- Migrationspfade zwischen Produktgenerationen.
SCADA, MES und ERP: Wo liegen die Unterschiede?
SCADA, MES und ERP arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen der Produktion.
SCADA überwacht den technischen Prozess, kommuniziert mit der Automatisierung, visualisiert aktuelle Prozesswerte und verwaltet Alarme.
MES nutzt Produktionsdaten zur Steuerung von Aufträgen, OEE, Traceability, Qualität und Abläufen im Shopfloor.
ERP verwaltet betriebswirtschaftliche Prozesse wie Aufträge, Materialien, Finanzen und Ressourcenplanung.
Durch die Integration dieser Ebenen können Maschinendaten ohne manuelle Zwischenschritte für Produktionssteuerung und Unternehmensberichte verwendet werden.
Beliebte SCADA-Plattformen im Überblick
| Plattform | Besonders interessant, wenn |
|---|---|
| AVEVA System Platform | eine große skalierbare Architektur und Standardisierung benötigt werden |
| Siemens WinCC / WinCC Unified | die Automatisierung überwiegend von Siemens stammt |
| ICONICS GENESIS | Visualisierung und offene Datenintegration im Vordergrund stehen |
| COPA-DATA zenon | Energie, Pharma oder komplexe Industrieprozesse relevant sind |
| GE Vernova iFIX | eine vorhandene iFIX- oder Proficy-Umgebung modernisiert wird |
| FactoryTalk View SE | Rockwell Automation die zentrale Automatisierungsplattform ist |
| Ignition | eine offene und flexible IT/OT-Plattform benötigt wird |
| AVEVA Edge | Maschinen-, OEM- oder Edge-HMI/SCADA beziehungsweise InduSoft-Migration relevant sind |
Welches SCADA-System ist das richtige?
Es gibt kein SCADA-System, das für jeden Produktionsbetrieb die beste Lösung darstellt.
Wenn ein Werk bereits stark auf das Automatisierungsökosystem eines Herstellers setzt, kann dessen Visualisierungsplattform Engineering und Wartung vereinfachen. In heterogenen Umgebungen können dagegen offene Standards und Plattformunabhängigkeit wichtiger sein.
Vor einer Anfrage bei Herstellern oder Integratoren sollten folgende Informationen dokumentiert werden:
- vorhandene SPSen und Automatisierung,
- Anzahl der Maschinen und Linien,
- erforderliche Bedienplätze und Benutzer,
- Anforderungen an Alarme und historische Daten,
- benötigte Integrationen,
- Verfügbarkeitsanforderungen,
- geplante Erweiterungen in den nächsten 3–5 Jahren.
Erst danach ist ein sinnvoller Vergleich konkreter Plattformen möglich.
FAQ – Die beliebtesten SCADA Systeme
Was bedeutet „beliebteste SCADA Systeme“ und sollte man sich daran orientieren?
Beliebte Systeme sind weit verbreitet und werden langfristig unterstützt. Dennoch sollte die Auswahl immer auf den konkreten Anforderungen der Produktion basieren.
Welche Funktionen sind in der Produktion am wichtigsten?
Visualisierung, Monitoring, Reporting, Alarmmanagement sowie historische Datenanalyse zählen zu den wichtigsten Funktionen moderner SCADA Software.
Wird für die Implementierung ein Integrator benötigt?
In den meisten Projekten ja. Integratoren übernehmen Architekturdesign, Geräteintegration und die Anbindung an Unternehmenssysteme.
Wie arbeitet SCADA mit MES und ERP zusammen?
SCADA sammelt Produktionsdaten und übergibt sie an MES oder ERP, wodurch KPI-Analysen und datenbasierte Entscheidungen möglich werden.
Sind SCADA Systeme auch für kleine Produktionsbetriebe geeignet?
Ja. Moderne SCADA Lösungen für die Produktion sind skalierbar und lassen sich sowohl in kleinen Anwendungen als auch in großen Multi-Site-Umgebungen einsetzen.
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